Konfliktlösung mit systemischen Aufstellungen

Schule, Eltern, ADHS, Konflikte, Entwicklung, Kommunikation, Lernschwierigkeiten?

Die großen Themen in der Konfliklösung für Eltern und ihre Kinder. – Und für Lehrer …

Jeder kennt wohl mindestens aus dem nächsten Bekanntenkreis ein Kind (meistens ein Junge) so zwischen 8 und 13, wo es in der Schule zu „gravierenden Problemen“ kommt. Dieses Schulthema nimmt dann oft solche Ausmaße an, dass es die Gespräche der Eltern und Bezugspersonen dominiert.

 

Schule und Lernen ist ein wesentliches Elternthema in unserer Gesellschaft.

 

  • Läuft es gut?
  • Wie kommt er zurecht?
  • Wird er versetzt?
  • Gibt es eine Verwarnung?
  • Die Klassenlehrerin ist total dämlich.
  • Ich weiß nicht, was ich noch machen soll. Er bekommt schon seit Monaten kein Taschengeld mehr, aber ihm ist ja alles egal. Der lernt einfach nicht.
  • Mein Sohn ist empfindsam… Darauf muss man Rücksicht nehmen. Warum soll mein Kind jetzt aus der Klasse? Die anderen sind doch die doofen …
  • Mein Sohn hält sich nicht an die Regeln.
Die Gesprächs- und Konfliktthemen rund um Schule sind so vielfältig wie die Menschen, die sich mit ihnen auseinander setzen müssen. Eines haben sie immer gemeinsam:
Die Kinder werden zum Objekt der Konfliktsituationen. Es wird über sie gesprochen, anstatt mit ihnen. Und wenn mit ihnen gesprochen wird, werden sie häufig mit dem Gefühl konfrontiert, sie seine der Auslöser für die Probleme.

Teil 1:

Die Systemische Konfliktlösung

Wir nehmen ganz bewusst unsere Verantwortung an und beginnen, friedvoller und lösungsorientierter das Thema zu betrachten. Da Kinder ebenso vielschichtige Wesen sind, wie die Menschen, die sie umgeben, ist eine differenzierte Auseinandersetzung notwendig, um eine möglichst schonende und effektive Lösung zu bewirken. Ziel ist es nicht, über die Kinder zu sprechen, sondern sich damit auseinanderzusetzen, was den eigenen Schmerz, die eigenen Ohnmacht in diesem Zusammenhang ist.

Eine gesunde Konfliktlösung, erlaubt allen Beteiligten (Eltern, Kinder, Lehrer), sich gesehen und respektiert zu fühlen.

Finden Eltern (Mutter oder/und Vater) den Weg zu mir und in eine Aufstellung, schauen wir zuerst, was die stärkste Sehnsucht des Elternteils ist für diese Situation. Oft bringt sie schon einen Teil der Lösung.
Die stärkste Sehnsucht der Eltern offenbart oft einen Teil der Lösung.
Eltern beginnen damit, ihre Beziehung zu ihrem Kind, der Schule als Institution, den Lehrern und vor allem zu sich selbst zu (er)lösen. Für das Kind ändert sich dadurch etwas ganz Wesentliches. Es erfährt einen integrativen Prozess bei den Eltern. Einen Prozess, der ihm zeigt, es gibt auch dort Lösungen, wo die Situation unlösbar zu sein scheint.
Der erste Schritt: Die eigenen Konflikte anschauen.
Erst, wenn wir hier zu einer inneren (systemischen) Ruhe und Entspannung gelangt sind, schauen wir gemeinsam, wie es jetzt für das Kind weiter gehen kann. Jetzt haben die Eltern einen freieren Blick und mehr Gelassenheit, denn die eigenen Verwundungen uns der Schulzeit verwischen den Blick auf das eigenen Kind nicht mehr so arg.
Der systemische Zusammenhang für das Kind kann jetzt von den Eltern mit der Haltung betrachtet werden:
Der zweite Schritt: „Was können wir fü Dich tun?“
  • „Was können wir für Dich tun?“ 
  • „Wie können wir Dich am besten unterstützen?“
  • „Was müssen wir vielleicht in unserem Leben ändern, damit Du Dich leichter und liebevoller entfalten kannst und Deine Seele zu ihrer schönsten Blüte erblühen kann?“
Mir ist es sehr wichtig, als Eltern zu verstehen, dass sie nicht den Weg des Kindes gehen können. Sie können ihm seine Entwicklung nicht abnehmen. Aber sie können einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, wie dieser Rahmen aussieht. Wir stellen also die Fragen immer mit einem tiefen Respekt vor der individuellen Entwicklung und den wichtigen Wünschen dieser Seele.
Eltern können nicht den Weg des Kindes gehen! 

Teil 2:

Umweltfaktoren in der zweiten Aufstellungsarbeit

Je nach Lebensumständen und Problematik kann das ein Stellvertreter für die Ernährung sein, für die körperliche Gesundheit, für Schule, für die schulische Bezugsperson und auch für das Leben des Kindes selbst. Und natürlich die Eltern, die ebenfalls einen Beziehung zu all diesen Faktoren haben. Diese Aufstellung lässt Eltern auch erkennen, in welcher Richtung sie ihr Kind am allerbesten unterstützen können, wo es die meiste Unterstützung braucht. Sie gibt auch Aufschluss darüber, ob die Eltern sich noch einmal stärker mit einer geeigneten Ernährung für ihr Kind auseinander setzen dürfen oder ob ein Schulwechsel denkbar oder sogar notwendig ist. Manchmal zeigen sich dann noch Befürchtungen der Eltern an dieser Stelle. Zum Beispiel in Bezug auf einen Schulwechsel. Sind sie sehr ausgeprägt, brauchen sie vielleicht eine gesonderte Betrachtung.
Die verfügbare Kraft und die eigenen Möglichkeiten zielgerichtet einsetzen
Im Anschluss an diese Arbeit sollte es den Eltern jedoch möglich sein, sich eine Prioritätenliste zu erstellen, wie sie sich und ihre Kraft optimal einsetzen können, um zu guten Lösungen für sich und ihr Kind zu gelangen. Allein die Klarheit darüber, was die eigentlichen „Störfaktoren“ waren, bringt schon weitere Entspannung und öffnet neue Wege für eine glücklichere Entwicklung.
Mit meinen Kindern bin ich übrigens genau so vorgegangen. Besonders mein ältester Sohn, der so stark in seiner Entwicklung zurück war, dass er eine heilpädagogische Schullaufbahn einschlug und einen Behindertenausweis bekam, hat sich ganz wundervoll entwickelten können über viele Jahre hinweg. Einen Behindertenausweis hat er inzwischen nicht mehr. Er bekommt noch etwas Förderung, aber es zeichnet sich ab, dass ihm eine normale Berufslaufbahn möglich sein wird.
Ich möchte nicht damit sagen, dass dies das Ziel einer Aufstellungsarbeit ist. Dieser Erfolg ist eher ein Nebenprodukt meiner Ausrichtung als Mutter gewesen. Ich selbst hatte all die Jahre den Fokus darauf, dass sich meine Kinder nach ihren besten Möglichkeiten in Liebe entfalten und entwickeln können. Wenn Dich die Geschichte interessiert, kannst Du einen Teil hier nachlesen.
https://beatriceluehrig.de/blog/lernerfolg-und-beziehungen/

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