Giftpflanzen und Suppengrün

Den grünen Blättern auf der Spur … heute nehme ich Euch mit auf Entdeckungsreise in die Natur und den Grünen Reichtum, der sogar in der Stadt noch teilweise entdeckt werden kann.

  • Kennen Du und Deine Kinder essbare und nicht essbare Pflanzen?
  • Können sie die wichtigsten Kräuter erkennen und benennen?
  • Wissen sie, dass Fingerhut, Eisenhut und Rittersporn sehr giftig sind und erkennen sie auch die Blattrosetten?
  • Weißt Du, dass die wichtigsten Gesundheitskräuter direkt vor Eurer Haustür wachsen?

Viele Eltern entscheiden sich heute dafür, ihren Kindern den genuss von Pflanzenteilen direkt in der Natur zu verbieten, weil die Kenntnisse der heimischen Pflanzen nicht ausreichend sind. Ich liebe es, mit meinen Kindern neue Kräuter und essbare Pflanzenteile zu entdecken und zu verarbeiten. Und auch meine Kinder haben Freude daran. Wir essen viele Blätter rund ums Haus, von Bäumen und Sträuchern und und auch an Wanderwegen und von Wiesen. Unsere Kinder spielen frei auf Wiesen und an Waldrändern und daher ist es überlebenswichtig, dass sie genau wissen, was sie essen können und was sie besser nicht einmal pflücken. Je nach Alter der Kinder müssen sie sich auch dann noch bei uns die Erlaubnis zum Verzehr eines Blattes einholen, wenn sie eigentlich genau wissen, dass es essbar ist.

Spitzwegerichsirup, Salze und Öle gemeinsam mit unseren Kindern hergestellt

Giftpflanzen und essbare Pflanzenteile, die Eltern kennen sollten

Es gibt eine Menge Giftpflanzen in unseren Gärten und zahlreichen wohlschmeckende Kräuter und Beeren. Die Kulturpflanzen wie Himbeere, Stachelbeere, Johannisbeere, Erdbeere kennen wohl die meisten Menschen.

Dass allerdings die Beeren von der Felsenbirne den Menschen genauso gut schmecken, wie den Vögeln, ist schon weniger bekannt. Auch Aronia ist ein häufiges Ziergehölz in vielen Gärten und die saueren Beeren (Apfelbeere im Volksmund) waren früher das, was heute die Johannisbeere in der Küche ist.

Als Superfood mit dem Namen Aroniabeere hatte dieses häufig vertretene Beerengehölz den Gesundheitsmarkt vor wenigen Jahren erobert, ohne dass vielen Menschen klar war, dass sie diese Beere womöglich im eigenen Garten ernten können.

Häufige Giftpflanzen im eigenen Garten und angrenzenden Wäldern und Wiesen sind Fingerhut, Eisenhut, Eibe, Maiglöckchen, Tulpe, Narzisse, Jakobsleiter und Rittersporn.

Wichtige Giftpflanzen, die jeder kennen sollte – auch in ihrer Giftigkeit – findest Du hier.

Giftiger Eisenhut (Aconitum) fotografiert an einem Badesee in der Nähe

Suppengrün und Blattsalat

Wenn ich auf einer Wiese stehe, sehe ich einen Salatteller oder ein Buffet.

So viele Wiesenpflanzen sind essbar und haben großen gesundheitlichen Nutzen. In den pflanzlichen Hustensöften, die wir in der Apotheke unseren Kindern kaufen können, ist der Spitzwegerich ein Hauptwirkstoff. Spitzwegerich wächst fast überall und die lanzettförmigen Blätter können mit Zucker zu einem leckeren und schleimlösenden Sirup gekocht werden, ähnlich dem Holunderblütensirup.

Die Brennessel ist gar das reinste Wunderkraut und schmeckt auch sehr gut in einer Kartoffelsuppe als Grünbeigabe.

Wenn Du Dich gern regelmäßig inspirieren lassen möchtest, welches Kraut zu dieser Jahreszeit gesammelt werden kann, empfehle ich Dir den Newsletter von kostbare Natur.

Verschiedene Kräuter mit den Kinder gesammelt

Baumblätter im Frühling

Wenn hier oben im Hochschwarzwald der letzte Schnee schmilzt und die ersten jungen Blätter hellgrün in der Sonne leuchten, gehe ich mit meinen Kindern seit einigen Jahren von Baum zu Baum und wir füttern uns voll mit den guten Kräften der Natur. Haselnuss und Buche schmecken uns besonders gut. Aber auch Birke, Ahorn und Linde schmecken zart. Später im Jahr werden die Bitterstoffe immer mehr und Haselnuss und Linde sind unsere Favoriten. Werden die Baumblätter zu bitter, bieten die Wildkräuter bereits reichlich Grünfutter für uns Menschen. Am Boden gehören Vogelmiere, persischer Ehrenpreis, Brennessel, Erdbeerblätter, Himbeerblätter (etwas hart) in der Löwenzahn zu den Leckerbissen.

Birkenblätter für den Frühlingstee

Baden im Blütenmeer

und ganz besonders lecker wird es, sobald die Blüten sich entfalten. Zu Beginn des Jahres sind es Gänseblümchen und Löwenzahnblüten, die auch gan wunderbar auf ein Butterbrot gelegt werden können. Eine Kräuterbutter oder Kräuterquark, der gezupfte Blütenblätter von Löwenzahn und Gänseblümchen begegenen werden, ist auch optisch schön anzusehen. Im Sommer verzieren Malvenblüten (Stockrose), Rosenblütenblätter, Kappuzinerkresse (Blätter und Blüten) un die Ringelblume Salat und Butterbrot.

Teepflanzen aus Feld und Garten

In jedem Garten wächst ein Tee!

Die wichtigsten Teepflanzen für unsere Familie sind Zitronenmelisse, Pfefferminze, Erbeerblätter(!), Indianernessel und andere Monardenarten, Holunderblüte, Lindenblüte, Birkenblätter (für die Frühjahrskur), Kornblumenblüten, Gänseblümchen, Thymian, Salbei, Calendula (Ringelblume) und die Blätter von der Haselnuss.

Teemischung von Kinderhand gesammelt und getrocknet

Ich möchte alle Eltern einladen, sich wieder mit der Natur und dem Blattgrün der Umgebung zu befassen. Zum Abschluss ein paar Leseempfehlungen, die den Einstieg leichter machen können.

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